Touchscreens

Touchscreen als Beratungsunterstützung
Beispiel Touchscreen

-> Definition Touchscreen

Ein Touchscreen (Berührungsbildschirm) ist ein meist kombiniertes Ein-Ausgabegerät, bei dem durch Berührung von Teilen eines Bildes der Programmablauf direkt gesteuert werden kann. Die technische Umsetzung der Befehlseingabe ist für den Nutzer gleichsam unsichtbar und erzeugt so den Eindruck einer unmittelbaren Steuerung eines Computers per Fingerzeig.

Statt einen Cursor per Maus oder Ähnlichem zu steuern, kann der Finger oder ein Zeigestift verwendet werden.
Die Analogie zum Mausklick ist ein kurzes Tippen. Durch Ziehen des Fingers oder Stiftes über den Touchscreen kann eine Drag-and-Drop-Operation ausgeführt werden. Manche Systeme können mehrere gleichzeitige Berührungen zu Befehlen verarbeiten (Multi-Touch), um zum Beispiel angezeigte Elemente zu drehen oder zu skalieren.
(Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Touchscreen)

Beispiel Multi-Touch-Display
Multi-Touch-Display

-> Unterscheidung Single- / Dual- / Multi-Touch

Eine wichtige Unterscheidung liegt darin, wie viele Berührungspunkte die Touch-Oberfläche gleichzeitig erkennt. Die einfachsten – und daher günstigsten - Lösungen sind Single-Touch-Displays. Es wird hier nur 1 Berührungspunkt erkannt. 

Im engeren Sinne sind bereits zwei Touchpunkte ein Multi-Touch. Da es aber in der Praxis hier einen deutlichen Preisunterschied zu Touch-Lösungen mit 4 oder mehr Berührungspunkten gibt, möchten wir Dual-Touch Lösungen gesondert betrachten. Bei Dual-Touch hat der Anwender mit 2 gleichzeitigen Berührungspunkten schon die Möglichkeit, Objekte auf dem Display zu bearbeiten – z.B. in dem er Bilder mit zwei Fingern vergrößert oder verkleinert. 

Mit Multi-Touch sind hier 4 oder mehr gleichzeitige Berührungspunkte gemeint. Dadurch können z.B. mehrere Personen gleichzeitig am Display interagieren – eine professionelle, aber auch teurere Lösung.

Schaubild Resistive Touch-Technik
Resistive Touch-Technik

-> Touch-Techniken

An dieser Stelle konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Techniken bei Touch-Lösungen für Public Displays.


• Resistive Touch-Displays

Bei resistiven Touch-Displays werden zwei Schichten auf der Touch-Oberfläche durch den Druck (per Finger oder Stift) verbunden. An diesem Punkt entsteht nun ein Widerstand, der für die Ermittlung der Position genutzt wird. Ein Nachteil ist hier, dass die oberste Schicht auf Dauer verkratzt werden kann.
Beispiele für resistive Touch-Displays sind Kiosksysteme, PDA’s, Navigationssysteme etc.

Induktive Touch-Displays

Induktive Touch-Displays arbeiten mit Magnetfeldern und Spulen. Mit einem speziellen Stift, in dem eine Spule eingebaut ist, wird die Touch-Lösung gesteuert. Bei Tablet-PCs ergibt sich der Vorteil, dass der aufliegende Handballen den Touchscreen nicht beeinflusst.

Schaubild Kapazitive Touch-Technik
Kapazitive Touch-Technik

Kapazitive Touch-Displays

Hier werden die Touch-Oberflächen mit durchsichtigen Schichten überzogen. Über die Fläche der Senderantenne wird eine gleichmäßige Spannung angelegt. Bei Berührung entsteht eine Entladung, die als Punkt bestimmt werden kann. Kapazitive Touch-Displays können nur mit bloßem Finger oder einem leitfähigen Stift bedient werden, da ansonsten keine Entladung stattfindet.
Beispiele für kapazitive Touch-Displays sind das Apple iPhone und iPad, Microsoft Zune, Samsung Galaxy – also eher für kleinere Display-Größen.

 

Schaubild Infrarot Touch-Technik
IR-Touch-Technik

Touch-Displays mit Infrarot-Technik

Derzeit kommt bei Public Touch-Display Lösungen häufig die Infrarot-Technik zum Zuge. Im Rahmen des Displays werden IR-Leuchtdioden und gegenüberliegend IR–Emfänger aufgereiht. Die Touch-Oberfläche wird dadurch mit Infrarotlicht überzogen.
Bei Berührung der Oberfläche wird das Licht einzelner IR-Dioden unterbrochen und das System kann den aktivierten Punkt ermitteln.
Aufgrund der möglichen geringen Bautiefe und der Einfachheit des Systems kommt die Infrarot-Technik vor allem bei größeren Touch-Display Lösungen zum Einsatz.

Eine neue Sonderform der Infrarot-Technik ist die InGlass-Technologie.
Dabei wird das IR-Licht innerhalb des Frontglases geleitet. Dadurch reagieren die Touch-Displays weniger empfindlich auf Umgebungslicht und erscheinen heller (weniger Abstand der Touchfläche).

Schaubild LLP-Touch-Technik
LLP-Touch-Technik

Touch-Displays mit Laser Light Plane (LLP) Technik

Auch bei der LLP Technik wird die Touch-Oberfläche mit Infrarot-Licht überzogen. Im Unterschied zur vor genannten Technik erfassen aber Kameras diesen IR-Teppich und können bei Unterbrechungen des Lichts die Berührungspunkte ermitteln.
Mit der LLP Technik lassen sich viele Berührungspunkte gleichzeitig ermitteln. Sie kommt daher v.a. bei Multi-Touch Lösungen zum Einsatz.

 

Beispiel Multi-Touch-Display
Multi-Touch-Display

-> Touch - ein Markt mit Potential ?

Die Apple Produkte iPhone und iPad haben es vorgemacht: die Steuerung von Anwendungen (hier Apps genannt) via Berührung des Bildschirms ist für viele Menschen der bevorzugte Weg. Doch vielmehr ist der Erfolg von Touch-Lösungen von sinnvollen Anwendungen (Apps) abhängig.

Hier wiederholt sich die gleiche Aufgabenstellung, wie wir sie bereits aus dem heiß-diskutierten Digital Signage Markt kennen. Der Erfolg hängt von sinnvollen Inhalten ab – die Technik selbst ist vorhanden und nur Mittel zum Zweck.

Es sind Kreativität seitens der Kunden, Agenturen und Dienstleister gefragt, die die bereits vorhandenen Touch-Lösungen für Public Displays mit Leben füllen. Diese Apps müssen dem Endkunden einen echten Mehrwert (Produktdarstellung nach eigenen Wünschen, schnellere und einfachere Suche nach Informationen, Spaß und Unterhaltung etc.) bieten. Nur dann haben Touch-Lösungen für Public Displays ein echtes Marktpotential.

Das es mit interessanten Inhalten funktionieren kann, zeigt alleine schon der Boom auf Apps für Smartphones und Tablet-PC’s. Für sinnvolle Apps auf Public Displays ist noch viel Luft nach oben.

 

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