Public Displays: Einbrenn-Effekt

Allgemein bekannt ist der Burn-In bzw. Einbrenn-Effekt bei Plasma Displays. Dabei bleiben Schattenbilder von vorangegangenen Darstellungen dauerhaft am Display sichtbar.

 

Weniger bekannt ist, dass auch LCD Displays Schattenbilder bei unsachgemäßer Nutzung zeigen – hier wird der Effekt als Image Retention bezeichnet.
Plasma-Display mit extremen Burn-In Effekt
Plasma-Display mit extremen Burn-In Effekt
-> Ursache (Quelle NEC Display Solutions)

Plasma: Dauerhaft angezeigte statische Bildschirminhalte führen dazu, dass einzelne Pixel intensiver über einen längeren Zeitraum leuchten. Wird ein statischer Teil eines Bildes zu lange angezeigt, verbrennt der Phosphor und verliert (gegenüber den anderen Pixeln) deutlich an Helligkeit: Der so genannte Burn-in-Effekt tritt auf.

 

LCD: Durch eine geringe Restmenge elektrischer Ladung, die sich in den Elektroden im Innern des LCD-Moduls befindet, kommt es zu einem Nachleucht- bzw. Schattenbild. Dieses ist teilweise noch als Schatten zu sehen, wenn der Bildschirm bereits einen neuen Inhalt anzeigt.

 

Burn-In und Image Retention treten vor allem dann auf, wenn Bildinhalte längere Zeit als Standbilder angezeigt werden und vor allem, wenn diese Bildinhalte mit harten Kontrasten sind.

Vermeidung von Burn-In und Image Retention

Tipps gegen Einbrenn-Effekte
Bei der Erstellung der Bildinhalte:

Bereits mit der Erstellung der Bildinhalte können Probleme vermieden werden. Dazu gehört die Vermeidung von harten Kontrasten und längeren Standbildern.
Gestaltungstipps:
-> feine Abstufungen – statt harte Kanten
-> Vermeidung von schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund (und umgekehrt)
-> Standbilder durch kurze Bewegtbild-Szenen unterbrechen
-> Logos wandern lassen
Bei der Auswahl der Displays:

Hier ist es weniger entscheidend, welche Display-Technologie eingesetzt wird. Sowohl LCD als auch Plasma Public Displays sind für den Dauerbetrieb von mittlerweile bis zu 100.000 Stunden ausgelegt.
Wichtiger ist, dass es Displays für den Business-Einsatz, also Public Displays sind. Hier werden nicht nur höherwertige Bauteile für dauerhaften Betrieb eingesetzt, sondern verfügen diese Displays auch über Bildschirmschoner-Funktionen, die ihn TV-Displays nicht oder nicht in dem benötigten Umfang enthalten sind.
Auswahltipp:
-> keine TV-Geräte
Vor der Inbetriebnahme:

Bei Plasma-Displays ist vor allem die gleichmäßige „Alterung“ der einzelnen Phosphor-Zellen entscheidend für dauerhaft gleichbleibende Bildqualität. Speziell in den ersten Betriebsstunden kann es bei unsachgemäßer Nutzung zu unterschiedlich schneller Alterung kommen.
Daher empfehlen wir vor der eigentlichen Inbetriebnahme das Plasma Display mit einem Vollweißbild oder einen Wischer (weiße Bildlaufleiste) mind. 100 Stunden „einlaufen“ zu lassen – so wie wir es auch bei Displays in unserem POS-Screen Paket für Digital Signage Anwendungen machen. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
Starttipp:
-> lassen Sie den Display mind. 100 Stunden
im Vollweißbild oder mit weißer Bildlaufleiste „einlaufen“
Im Betrieb:

In jedem Fall sollten die verschiedenen Möglichkeiten der Bildschirmschoner-Funktionen genutzt werden. Dank integrierter Zeitsteuerung können die Bildschirmschoner bequem gesteuert werden und automatisch ablaufen.
Wenn das Display nicht benötigt wird (z.B. zu Nachtzeiten), empfehlen sich die Weiß-Darstellung und die Bildumkehr. Dadurch können auch bereits erste auftretenden Burn-In und Image Retention Effekt nachträglich wieder ausgemerzt werden.

Sollten die Inhalte stets sichtbar bleiben, kann eine weiße Bildlaufleiste durchlaufen und/oder Wobbling (wandern der Bildpunkte) aktiviert werden.
Unverzichtbar:
-> Nutzung der Bildschirmschoner-Funktionen

Burn-In und Image Retention – kein Problem, sondern eine Chance

Zusammengefasst ist der Burn-In-Effekt kein Problem, sondern eine Chance, sich mit Beratungskompetenz von Wettbewerbern mit reinem Preisfokus abzuheben. Mit der richtigen Beratung und Umsetzung können Burn-In Effekte und Image Retention vermieden werden.

 

Andernfalls bleibt nur die Alternative, gegenüber dem Kunden günstige, niedrig-auflösende Displays als „Verbrauchsmaterial“ zu deklarieren, so dass der Kunde diese Displays in regelmäßigen Abständen austauscht.

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