Bedarfsermittlung Projektoren

Projektoren Assistent

Damit Sie aus der großen Auswahl die für ihre Anforderungen geeigneten Projektoren finden, empfehlen wir folgende Bedarfsanalyse. In der Bedarfsanalyse gehen wir insbesondere auf Projektoren für die Installation ein.

Geeignete Projektoren für den ultra-mobilen Einsatz oder für spezielle Einsatzzwecke (z.B. 3D-Darstellungen, Whiteboard-Ersatz etc.) sind auf unseren Internet-Seiten gesondert gekennzeichnet.

Berechnung Bildgröße

Erstellen Sie im ersten Schritt einen Raumplan mit Bestuhlung.
Der Abstand zur ersten Reihe sollte dabei mind. das 1,5-fache der Bildbreite betragen – der Abstand zur letzten Reihe max. das 6-fache der Bildbreite.

Beispielrechnung:
Abstand 1. Reihe zur Projektionsfläche 5m = Projektionsbreite max. 3,33m.
Abstand letzte Reihe zur Projektionsfläche 15m = Projektionsbreite mind. 2,50m
In diesem Beispiel ist also eine Projektionsbreite von 3m passend.

Berechnung benötigte Lichtleistung

Im zweiten Schritt wird die benötigte Lichtleistung ermittelt. Die DIN19045 gibt für eine Hellraumprojektion vor, dass die Leuchtdichte des dargestellten Bildes 5 x höher als das Umgebungslicht (Helligkeitsunterschied) sein soll.
Es muss also die Umgebungshelligkeit (auf der Projektionsfläche) mit einem Lux-Meter gemessen werden.

Ein abgedunkelter Konferenzraum ca. 100-150 Lux, ein beleuchteter Büroraum ca. 300 bis 400 Lux und in der Außenumgebung werden über 500 Lux gemessen. Mehr Info zum Thema Lux und Lux-Vergleichswerte finden Sie im Artikel von Beleuchtungdirekt.at.

Hersteller geben die Lichtleistung ihrer Projektoren in ANSI-Lumen an - vereinfacht gesagt, entspricht dieser Wert die Helligkeit in Lux je qm. Vergrößert sich also das Bild, reduziert sich die Helligkeit.

Dadurch ergibt sich folgende Berechnungsformel: 

Umgebungshelligkeit (in Lux)

x Projektionsfläche (in qm)

x 5 (Faktor für Hellraum-Projektion)

= benötigte Lichtleistung (in ANSI-Lumen)

 

Beispiel:

Umgebungslicht auf der Projektionsfläche: 150 Lux

x Projektionsfläche 3,00m x 2,25m = 6,75qm

x Faktor für Hellraum-Projektion = 5

= benötigte Lichtleistung = ca. 5.000 ANSI-Lumen

 

Projektionstechnik: DLP oder 3LCD

DLP vs. LCD

Sowohl 3LCD-, als auch DLP-Projektoren eignen sich gleichermaßen für den "normalen" Einsatz als Konferenzraum-Projektor.

Bei besonderen Anforderungen (z.B. an die Farbtreue, Dauereinsatz etc.) gibt es Unterschiede. Lesen Sie bitte hierzu den entsprechenden Fachbeitrag "Projektoren: 3LCD vs. DLP".

Bildformat: Klassisch oder Widescreen

XGA vx WXGA

In der Vergangenheit hatten Business-Projektoren meist eine Auflösung im 4:3 Seitenverhältnis (SVGA, XGA, SXGA+ etc.).

Aufgrund der dominanten Verbreitung von Widescreen-Quellen (16:10 Notebooks, Desktop-Monitore etc.) werden Business-Projektoren mit Widescreen-Auflösung (W-XGA, Full-HD, WUXGA) immer beliebter.

Lesen Sie hierzu unseren Fachbeitrag "Widescreen im Konferenzraum".

Auflösung

Die native Auflösung (oft auch nur Auflösung genannt) gibt die Anzahl der darstellbaren Bildpunkte (auch Pixel genannt) an. die Auflösung hat eine mitentscheidende Bedeutung für die Bildqualität und sollte das vorrangig genutzte Quell-Material ohne Verlust (unkomprimiert) darstellen können.

Im Bereich der Digitalfotographie wird oft nur die Gesamtanzahl der Bildpunkte (z.B. 3 Megapixel = zB. 1.984 x 1.488 Bildpunkte) genannt. Mit der Angabe "X Megapixel" wird aber nicht klar, welches Seitenverhältnis (5:4 / 4:3 / 16:9 / 16:10 / 1:1 etc.) das Bild hat.

Daher wird im Bereich der professionellen Medientechnik die native Auflösung als Anzahl Bildpunkte pro Zeile (horizontal) x Anzahl Bildpunkte pro Spalte (vertikal) - z.B 1.024 x 768 Bildpunkte - angegeben.

Je höher die Auflösung, desto detailgenauer das Bild. Die wichtigsten Auflösungen:

 
SVGA (800 x 600)
4:3 Format
ausreichend für Powerpoint-Präsentationen
und Videos
XGA (1.024 x 768)
4:3 Format
Standard-Auflösung bei gängigen PC's
und älteren Laptops
W-XGA (1.280 x 800)
16:10 Format
Standard-Auflösung bei neueren Laptops
und häufig auch bei Desktop-Monitoren
SXGA+ (1.400 x 1.050)
4:3 Format
für detailgenaue Darstellungen
(häufig bei CAD-Darstellungen etc.)
Full-HD (1.920 x 1.080)
16:9 Format
bekannt aus dem Heimkino-Bereich
volle HDTV-Auflösung
WUXGA (1.920 x 1.200)
16:10 Format
deckt nahezu alle hochauflösenden
Anforderungen im 4:3 und 16:9 Format
(auch UXGA und Full-HD)
mit einer Auflösung ab

4K / UHD / QFHD (3.840 x 2.160)
16:9 Format 

entspricht der 4-fachen Full-HD Auflösung und kommt vermehrt dort zum Einsatz, wo höchste Detailgenauigkeit gefragt ist, aber auch vermehrt bei XXL-Displays, Display-Wänden und im Bereich Digital Cinema

 

Spezielle Anforderungen

In der Bedarfsanalyse sollten natürlich auch spezielle Anforderungen und Vorgaben an den Projektor einfließen:

  • Umgebung mit viel Staub und Rauch ?
  • Vorgaben bezügl. Entfernung und Position des Projektors zur Projektionsfläche (Bedarf an speziellen Objektiv und/oder Lens-Shift, Vertikalbetrieb) ?
  • schwere Erreichbarkeit des Projektors nach der Installation (möglichst wartungarm, Administration via LAN) ?
  • besonders leises Betriebsgeräusch notwendig ?
  • Dauereinsatz oder nur gelegentlicher Betrieb ?

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